Eine Klientin erzählt:

Wie arbeitet ein Ordnungscoach?

Achtung, lang! Dieser Beitrag wurde von meiner allerersten Ordnungscoach-Klientin geschrieben. Bevor ich Ordnungscoach in Berlin wurde, lebte ich in den Niederlanden und nahm bei der dortigen Vereinigung der Professional Organizer an einer Ausbildung zum Professional Organizer, also Aufräumcoach, teil.  Im Zuge dessen sollte ich eine Testklientin finden, mit der ich eine kostenlose 3-Stunden-Session durchführen musste. Was soll ich sagen, es war Sympathie da, das Projekt erschien mir eine tolle Herausforderung, und so strukturierten wir in 7 (kostenlosen) Terminen das ganze Haus neu. Als Dankeschön schrieb meine liebe Klientin mir diesen sehr ausführlichen Bericht. 

Tag 1: Mittwoch, 20. April

Heute Vormittag um 10:00 will Ordnungscoach Susanne vorbeikommen. Wir wollen uns zu einem Vorgespräch treffen und direkt am Samstag will sie gleich loslegen. Sie? Sie will loslegen? Ich dachte, ich räume auf und sie hilft mir. Naja, ich bin gespannt. Normalerweise versuche ich immer, wenn Besuch sich ankündigt, vorher noch ein bisschen aufzuräumen. Zumindest etwas Unordnung beseitigen. Damit man sich wenigstens an den Tisch setzen kann und die Kaffeetasse abstellen kann.

Aber Susanne sagt, das soll ich nicht machen. Da es sonst den Eindruck verfälscht. Alles muss da stehen bleiben, wo es steht. Nichts auf-, um- oder wegräumen. Na dann, Augen zu und durch. Es ist, wie es ist. Per Email hat sie mir vergewissert, dass alles vertraulich behandelt wird und alles was sie sieht, bleibt unter uns. Sehr beruhigend. Mir ist mein Chaos doch so schon peinlich und unangenehm, und dann auch noch vor jemandem, der Aufräumen und Ordnung schaffen gelernt hat. Puh, was soll ich sagen. Da musste ich jetzt durch. Wenn sich etwas langfristig bessern sollte, dann muss ich jetzt in den sauren Apfel beißen. Das Timing ist genau richtig, ein Ordnungsberater kommt wie gerufen. Der Dachboden ist fast fertig und in ein paar Wochen gehe ich in den Mutterschutz. Das alles noch länger vor mir herschieben war eigentlich keine Option. Je länger ich warte, desto dicker wird der Bauch und desto unbeweglicher bin ich.

Also, es war gerade 9:00, ich dachte, ich kann wenigstens noch etwas sauber machen.

Der bittere Beigeschmack von Chaos und unordentlich sein ist natürlich der Dreck und der Staub, der sich ansammelt.

Man kann halt nicht mal eben mit dem Staubtuch über das Sideboard wischen, wenn da selbst Handy oder Schlüssel kaum Platz finden, bzw. unauffindbar sind, weil sie unter Papieren, Zeitung, DVDs oder sonst was untergehen. Auch das Staubsaugen ist schwierig, wenn überall Spielzeug auf dem Boden verteilt ist, oder das Wohnzimmer mit diversen Fahrzeugen zugestellt ist. Laufrad, Roller, Bobbycar, Spielzeug-Einkaufswagen, Puppenwagen, etc.

Ich war voller Vorfreude auf unser Erstgespräch und dann kam eine Absage, sie ist krank. Wir müssen das Gespräch verschieben. Morgen Abend ginge auch. Okay, abgemacht. Dann können wir wenigstens Samstag gleich losgehen.

Tag 2: Donnerstag, 21. April

Abends um 20.30 will Susanne kommen. Um 20:29 schläft meine Tochter C. endlich und Susanne steht vor der Tür. Ausgestattet mit Notizblock und Unterlagen. Sehr professionell, dieser Ordnungscoach, muss ich sagen. Erst quatschen wir ein bisschen, um uns ein bisschen besser kennenzulernen, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Sie hört mir gut zu. Was ist eigentlich mein Problem, fragt sie mich.

Was möchte ich erreichen?

Sieht man das nicht? Denke ich. Das Haus ist ein einziges Chaos, aber sie betont, dass es darum geht, dass ich mich wohlfühle. Es gibt Leute, die brauchen viel Zeugs um sich herum, damit die Wohnung „lebt“ und es gibt Leute, die bevorzugen freie Oberflächen. Freie Oberflächen, da sagt sie was. Das ist etwas was ich bei anderen beneide, aber es erscheint für mich ganz weit weg, unmöglich. Zweimal, seitdem wir hier wohnen, hab ich das Sideboard von allem Krams befreit (d.h. alles in eine Schublade geworfen, da kümmere ich mich dann später drum). Zu unserer Einweihungsparty und zu C.s Geburtstag. Die Tüte mit besagtem Krams steht jetzt bei uns im Schlafzimmer. Wenn wir mehr Platz auf dem Esstisch brauchen, schieben wir den Stapel einfach weiter auf die Fensterbank. Ich erzähle ihr viel von unseren Gewohnheiten und Susanne hört zu und fragt nach. Sie wirkt verständnisvoll, beinahe so, als könne sie die Problematik verstehen. Dabei muss es doch für sie ganz einfach sein, Ordnung zu schaffen und zu halten. Sie gibt mir aber nicht das Gefühl, unfähig zu sein. Ganz im Gegenteil, sie nimmt mein Problem sehr ernst. Das tut gut. Alleine schon die Möglichkeit, mit jemanden über diese Probleme zu reden, ist irgendwie beruhigend. Freunden oder Kollegen gegenüber gibt man ja ungern zu, was für ein Chaot man eigentlich ist und dass man es einfach nicht ‚hinkriegt‘ aufzuräumen. Und die richtig guten Freunde, denen man dann mal offen gegenüber sein kann, stehen vor dem gleichen Problem. Also, ein Ordnungscoach ist da genau das Richtige. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt.

Sie ist wie eine gute Freundin oder eine Mutter, die mir helfen will und die für alle Probleme eine Lösung parat hat. Das ist eigentlich das Beste an Susanne.

Da ich selbst im Alltag und besonders in meinem Arbeitsalltag sehr lösungsorientiert bin, fällt es mir schwer, Probleme zu beschreiben, für die ich ganz offensichtlich selber keine Lösung finden konnte. Diese dann auch noch zu benennen bzw. zu umschreiben und wirklich um Rat zu fragen, ist ganz neu für mich.

Nach dem Gespräch folgt nun die Hausbesichtigung. Sie lässt mich führen, ist ganz höflich, aber doch direkt, und zuversichtlich.

„Darf ich die Tür da mal aufmachen? Ach guck mal, in der Ecke könnte man doch ein praktisches Eckregal hinstellen. Dann wird der Platz besser genutzt. Bei Ikea gibt es übrigens so Türhaken. Wenn man die hier innen dran macht, kann man die Taschen dort aufhängen. Dann kommt man da unten auch besser ran.“

Sie bringt ganz viele Dinge einfach auf den Punkt. Wir gehen von Zimmer zu Zimmer und enden im Dachboden, der noch ein völliges Chaos ist. Zum Glück besitzen wir keinen Keller. Einziger Vorteil, hier gibt es noch einen guten Grund, weil er bis vor ein paar Tagen noch Baustelle war.

Am Ende fragt Susanne noch, ob mein Mann die gleichen Vorstellungen vom Aufräumen hat wie ich. Ehm, gute Frage.

Ja, eigentlich schon. Wir hatten uns schon vorgenommen, bevor das Baby kommt, das Haus nochmal richtig aufzuräumen und neu zu strukturieren. Was bleibt? Was kommt weg? Und das permanente Chaos besonders im Wohn/Esszimmer ist für uns beide einfach sehr nervig. Es ist schlichtweg stressig und unruhig, wenn immer überall alles rumfliegt und die meisten Sachen keinen festen Platz haben. Und meine Tochter ist auch viel ausgeglichener, wenn mehr Ruhe im Raum ist. Ruhe ist eigentlich genau das, was ich mir wünsche. Und mein Mann auch. Susanne geht nach Hause.

Tag 3: Freitag, 22. April

Am nächsten Tag völlig unerwartet eine Mail von Susanne. Betreff: Ordnungscoaching. Au ja, ich freu mich schon! Die Mail an sich ist schon super strukturiert, eine Zusammenfassung des gestrigen Gespräches:

  • Ausgangssituation,
  • Ziel,
  • Vorgehen.

Hach, wie schön! Wir machen dem Chaos ein Ende. Ich kann es kaum erwarten. Die Mail bereitet mir richtig Vorfreude. Ganz positiv geschrieben, das Ziel ist beispielsweise in Präsens formuliert (nicht etwa in der (weit entfernten) Zukunft). Und man merkt, wie sehr es ihr unter den Fingern juckt, endlich loszulegen. Wie cool! Diese Begeisterung ist richtig ansteckend. Mehr dazu später.

Tag 4: Samstag, 23. April

Um kurz vor 10 liefere ich C. bei der Nachbarstochter ab und als ich wieder komme, steht Susanne schon vor der Tür. Wieder bepackt mit praktischem Zeugs,

  • wie Mülltüten,
  • Post-Its,
  • Marker,
  • Notizheft, etc.

Wirklich sehr professionell, dieser Ordnungscoach!!!!

Mein Mann N. und Susanne lernen sich kennen und schon geht’s los. Sie erklärt uns als erstes, wie wir vorgehen werden, und zwar nach Kategorien. Erst Klamotten. Und innerhalb von Klamotten fangen wir mit Jacken und Schuhen an. Super, denn die versperren bei uns schon seit Monaten den Eingangsbereich. Jacken hängen an der Garderobe und Schuhe stehen auf dem Boden. An sich logisch und nicht verkehrt, allerdings fordert Susanne, dass wir alle Jacken und Schuhe im ganzen Haus zusammen suchen und erst mal auf dem Bett versammeln. Dann wird sortiert: was ziehen wir jetzt gerade an und was nicht. Und was kann eigentlich weg?

Marie Kondo fragt „Does it spark joy?“. Susanne ist da etwas weniger dramatisch, sondern angenehm pragmatisch.

Und? Ziehst Du die Schuhe noch an?“ Und ganz ehrlich, vieles ist mehr als offensichtlich und die Frage erübrigt sich schon fast, wenn man die Dinge objektiv betrachtet. Die Tatsache, dass ein Ordnungscoach mit drauf schaut, verändert irgendwie schon die eigene Denkweise. Da gab es beispielsweise diese grauen Sommerschuhe, die ich vor Jahren in einem Billigladen gekauft hatte. Der Stil gefiel mir unheimlich gut, aber sie waren halt sehr billig und nach häufigem Tragen im Sommer mit verschwitzten Füßen einfach ‚auf‘. Dies wurde mir umso mehr bewusst, als wir diese Schuhe zusammen betrachtet haben. Einige Momente waren mir echt peinlich, auch wenn Susanne mir Verschwiegenheit versprochen hatte, aber genau dieses unangenehme Gefühl von Peinlichkeit ist letztlich der Anstoß gewesen, diese Schuhe (und vieles mehr) dann doch in die Mülltüte zu stopfen. Ausmisten kann so befreiend wirken.

Susannes Theorie ist, dass im Kleiderschrank nur gute Freunde wohnen dürfen.

Man macht den Schrank auf und soll sich über alles was man sieht, freuen können, so als wenn gute Freunde zu Besuch kommen. Eine schöne und total einleuchtende Analogie. Bekannte, die man schon lange kennt, aber eigentlich doof findet, werden also ausrangiert.

Es gibt für unsere Kleidung 4 mögliche Stapel, das betreffende Objekt einzuordnen:

  • Einlagern,
  • Second-Hand-Shop,
  • Müll
  • oder doch wieder nach unten bzw. in den Schrank,

weil momentan in Gebrauch. Sowieso dreht sich immer alles um den Nutzen. Wird es nicht gebraucht, kann es weg. Klingt sehr radikal, ist aber total erleichternd. Warum sollte man sich auch mit Zeugs umgeben, was nur so da steht bzw. in einem Schrank darauf wartet, beim nächsten Umzug in einen neuen Schrank umzuziehen? Völliger Schwachsinn, wenn man drüber nachdenkt.

Und was ich auch beachtlich finde, ist die Tatsache, dass die Entscheidung wirklich immer von mir aus kommen muss.

Sie hat nie vorgeschlagen, etwas wegzuschmeißen, auch wenn es mehr als offensichtlich war. Respekt!

Nach einiger Zeit hat es mir richtig Spaß gemacht, Sachen auszusortieren. Mit jedem vollen Müllsack wurde mein Kopf freier und freier, und ich merkte, wie ich mich anderen Dingen widmen konnte. Natürlich muss man nicht alles wegschmeißen oder verschenken. Susanne hat uns am Anfang gefragt, ob wir ausrangierte Dinge lieber verschenken oder verkaufen möchten. Da ist natürlich jeder anders, aber gerade weil wir kaum wirklich wertvolle Dinge besitzen, war die Entscheidung einfach, die meisten Dinge zum Second-Hand-Shop zu bringen. Da macht man dann gleichzeitig noch anderen eine Freude.

Ein Ordnungscoach hat auch viele Tipps und Ratschläge, wie man mit (ungewollten) Geschenken umgehen kann, ohne den Schenker zu verletzen, und (vielleicht sogar noch wichtiger), wie man sich von dem schlechten Gewissen befreit. Am Ende des Tages hatten wir 3 große Säcke für den Müll und 3 große Säcke für den Second Hand Laden zusammen. Wow, wer hätte das gedacht? Dabei habe ich noch im Erstgespräch damit geprahlt, dass wir uns bereits auf ein Minimum beschränkt haben. Haha! Immerhin kamen wir aus einer Wohnung, die halb so groß war, wie die jetzige. Wie haben wir da alles unter ein Dach gekriegt? Kein Wunder, dass ich mich oft wie in einem Schuhkarton gefühlt habe!

Als Susanne abends ging, sah es bei uns noch unordentlicher aus als vorher, aber sie hatte uns gewarnt.

„Das Aufräumen führt in der Regel dazu, dass es erst einmal ein noch größeres Chaos gibt. Damit muss man dann einen Moment leben, aber, versprochen, es wird daraus Ordnung entstehen. Und die kann Euer Leben positiv verändern! Mehr Ruhe und Raum, sowohl im wörtlichen Sinne als auch optisch und geistig.“

Noch sehe ich von der Ruhe und dem Raum nicht so viel, aber ich bin optimistisch. Ich weiß, dass wir ganz viel geschafft haben und freue mich schon auf den nächsten Termin.

Und schwupps, am nächsten Tag wieder eine Mail vom Ordnungscoach. Eine Liste, mit Dingen, die wir bereits geschafft haben, eine To Do Liste im Anhang als pdf Datei zum Ausdrucken und Abhaken. Im Gespräch hat sie mitbekommen, dass wir sehr gerne mit Listen arbeiten. Wow! Und sogar noch kleine Tipps, wie wir am effizientesten/schnellsten/günstigsten einige der To Do’s abhaken können. Das macht sie echt super. Nicht drängeln oder nerven, aber höflich und doch nachdrücklich dabei helfen, dass To Do’s auch wirklich erledigt werden. Ein Teil der Liste wurde mit Deadlines versehen, damit wir auch ja weiterkommen und nicht stehenbleiben. Herrlich! Ich fühle, dass es voran geht!

Tag 5: Samstag, 30. April

Heute geht es früh los. N. ist diesmal nicht dabei, weil er sich um C. kümmert. Ich hatte nicht so gut geschlafen und war daher nicht so entscheidungsfreudig wie beim letzten Mal. Naja, aufräumen muss ja nicht immer Spaß machen. Aber Susanne half mir durch das Tief mit ihrer ansteckenden Begeisterung Dinge besser, praktischer oder effizienter zu verstauen. Wir hatten uns C.s Kleiderschrank vorgenommen, sowie Spielzeuge, Spiele und Bücher. Bis jetzt liegt so ziemlich in jedem Zimmer etwas davon rum. Einerseits nervt das, weil wir (und C. natürlich auch) nie wissen wo was liegt und man einfach keinen guten Überblick der Möglichkeiten bekommt. Andererseits bin ich auch ein Verfechter der Theorie, dass unser Haus der ganzen Familie gehört und nicht nur den Eltern. Deswegen fände ich es doof, alles Spielzeug in ihr Zimmer zu verbannen. Immerhin ist sie gerade erst 3 und spielt noch nicht stundenlang allein in ihrem Zimmer. Aber auch dafür hatte Susanne mal wieder eine Lösung. Unglaublich.

Wird damit noch gespielt?

Als erstes wurde mal wieder alles an einem zentralen Ort gesammelt und kategorisiert. Bücher, Puzzle & Spiele, „loses Spielzeug“ und Bastel-/Malzeugs. Es stellte sich heraus, dass wir doch mehr Spielzeug haben, als ich dachte. Vieles davon nicht altersgerecht bzw. einfach nicht bespielt. Da gab es z.B. das Puppenhaus von Oma, welches riesengroß eingestaubt in ihrem Zimmer steht. Susanne fragt mich, ob es nicht bespielt wird, weil es so aussieht oder ob es so aussieht, weil es nicht bespielt wird. Gute Frage. Wir sortieren das Zubehör aus, was nicht passt und verstauen die Anziehsachen der Puppen in eine praktische Kiste. Wenn sich jetzt doch rausstellt, dass C. gar nicht so gerne mit Puppen spielt (was ja meine Vermutung ist) kann ich in ein paar Wochen das ganze Puppenhaus zum Second Hand Shop bringen oder einlagern „für später“. Kinder ändern ja oft ihre Vorlieben.

Die anderen Spielsachen haben wir kategorisiert, aussortiert („Wird damit gespielt?“) und in die vorhandenen Kisten eingeräumt.

Das ist auch was ganz beeindruckendes: Susanne findet immer wieder Verwendung für bereits existierende Aufbewahrungsgegenstände (Kisten, Schachteln, Regale, etc).

Dabei dachte ich vor diesem Projekt, dass ich erst nochmal losziehen muss, um neue Kisten/Kästen/Regale etc. zu kaufen. Ich wollte das Ganze aufgrund dessen sogar noch verschieben, doch Susanne sagte, wir arbeiten erstmal mit dem was wir haben und wenn wir dann noch was brauchen, kaufen wir es halt dann, wenn wir es brauchen. Hach, schon wieder so effizient!

Jedenfalls sind jetzt alle Spielsachen verstaut. Damit wir allerdings auch die Sachen wiederfinden und C. auch noch weiß was sie überhaupt für Spielsachen hat, werden Fotos von dem Inhalt der Kisten gemacht und vorne drauf geklebt. So machen die das im Kindergarten auch. Brillant!

Die Menge an Spielzeug ist eine andere Sache. Und da kommt der Minimalist in unserem Ordnungscoach eigentlich das erste Mal zum Vorschein. Im Vergleich zu anderen Familien haben wir (wie ich finde) wirklich nicht so viel Spielsachen, dennoch meint Susanne, es wird eng. Erst fühle ich mich ein bisschen auf den Schlips getreten. Die soll mal bei meiner Freundin x, y und z vorbei schauen. Im Vergleich zu denen bin ich ja schon fast ein Minimalist. Aber genauer betrachtet hat sie Recht. Weniger ist natürlich mehr. Und gerade bei Spielsachen. Sie sagt klar und deutlich ihre Meinung, will uns aber nicht in unserer Entscheidung beeinflussen, wie viele Spielsachen wir für angemessen halten. ‚Toy Rotation‘ ist einer ihrer Vorschläge, damit das Ganze überschaubar für C. bleibt. Alles nach Kategorien und Themen sortieren (Einkaufsladen, Bauklötze etc.), themenweise in Kisten packen und dann verschwindet alle paar Wochen ein Thema wieder im Schrank und ein anderes wird rausgeholt. Klingt gut. Sie sagt auch, dass man Kinder beim Aussortieren mit einbeziehen kann. Das konnte ich mir ehrlich gesagt erst nicht so gut vorstellen, aber in der Tat, wir haben mit C. gesprochen und ihr erklärt, dass wir zu viel Zeugs haben und es Kinder gibt, die gar keine Spielsachen haben und tatsächlich, sie fing an, Kuscheltiere und Spielsachen selber auszurangieren.

In ihrer Follow-Up Email wurde das Thema ‚less is more’ nochmal aufgegriffen mit Lese-Tipps und Anregungen. Man muss schon offen für sowas sein, aber im Grunde bin ich überzeugt, dass mehr Spielzeug bestimmt nicht für ausgeglichenere Kinder sorgt, sondern eher im Gegenteil. Eigentlich ist es das gleiche Prinzip wie bei den Erwachsenen. Man soll sich nur mit ‚guten Freunden‘ umgeben, über die man sich wirklich freut.

Diesmal gab es noch eine extra Hausaufgabe. Im Anhang dieser Mail gibt es eine Excelliste mit dem Titel „Aktivitäten und Räume“. Hier sollen N. und ich uns jetzt mal Gedanken machen und Entscheidungen treffen, wo wollen wir welche Tätigkeiten erledigen bzw. wo wollen wir welche Dinge aufbewahren. Susanne hat schon mal angefangen, jeden Ort/Ecke bei uns im Haus aufzulisten und eine dementsprechende Aktivität dazu geschrieben. Passende Dinge und benötigter Stauraum steht da auch noch. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, z.B. Basteln im Esszimmer, passende Dinge: Bastelsachen. Benötigter Stauraum: Regal/Schrank evtl. Schubladenkisten. Diese Liste ist total hilfreich, weil wir uns Gedanken machen müssen, wo wir eigentlich was brauchen.

Das Kinderzimmer ist noch nicht fertig, aber die Session ist vorbei. So hinterlässt unser Ordnungscoach uns mal wieder in einem größeren Chaos als vorher 😉

Tag 6: Freitag, 6. Mai

Ich merke, so langsam geht’s ans Eingemachte. Je länger man sich mit dem Aufräumen beschäftigt, desto schwieriger wird es. Der Teufel steckt im Detail. Susanne hat anscheinend schon gemerkt, dass es uns ein bisschen schwer fällt, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Deswegen schlägt sie immer wieder Dinge vor, die wir meistens dankend annehmen. Selbst wenn mich eine Idee oder ein Vorschlag nicht überzeugt, dient es doch als Ausgangspunkt, um darauf aufzubauen und letztendlich zu einer perfekten Lösung zu kommen. Diese Form der Zusammenarbeit ist total angenehm und produktiv.

Letztlich kommen wir gemeinsam zum Ziel. Und das Ziel ist ja, dass es für uns funktioniert. Das macht Susanne echt gut.

Sie will einem nicht ihre eigenen Vorstellungen aufdrängen, sondern sie hört zu, guckt sich unsere Gewohnheiten an und schlägt dann Dinge vor, die vielleicht zu uns passen könnten.

Heute wollen wir C.s Zimmer abschließen und, d.h. nicht nur ihr Zimmer, sondern auch ‚zu C. passende Dinge‘, wie Spielzeug, Bücher und Spiele im ganzen Haus. Wir haben uns dazu entschlossen, dass Spiele, Bücher und loses Spielzeug im Wohnzimmer einziehen dürfen und Dinge, mit denen sie alleine spielen kann/darf (Bauklötze, Eisenbahn, etc.) in ihrem Kinderzimmer oben bleiben.

Und tatsächlich, am Ende der Session ist das Kinderzimmer fertig und wir haben unten freie Oberflächen auf dem Sideboard, Esstisch und Wohnzimmerregal. Unglaublich. In der Follow Up Mail von Susanne jetzt die Challenge: Haltet diese Oberflächen frei. Puh, leichter gesagt als getan. Aber mit den Tipps aus der Mail ist es gar nicht so schwer. Und das Beste ist: wenn alles seinen eigenen Platz hat, fällt einem das Aufräumen gar nicht so schwer.

Tag 7: Montag, 16. Mai

Heute machen wir uns an die Babykleidung. Da graut es mir schon vor. Ich habe ein paar Mal versucht, selbst zu sortieren, aber irgendwie endete es immer damit, dass der Boden im ganzen Zimmer mit mehreren Stapeln bedeckt war und ich immer noch keinen guten Überblick hatte, was wir haben und was wir evtl. noch brauchen. Und welche Sachen ich von C. aufheben sollte. Man kann sich leider auch nicht auf die Größen im Etikett verlassen. Echt nervig. Aber wie sollte es anders sein, auch hier hat Susanne gleich mehrere Lösungen parat. Man kann nach Größen oder Kategorien sortieren. Ich habe mich für das erste entschieden. So ist die Wickelkommode am Ende des Tages nach Größen strukturiert und auch die Sachen, die C. zu klein geworden sind, haben alle einen Platz auf dem Dachboden gefunden.

Manchmal komm ich mir echt blöd vor. Andere Leute kriegen es doch auch hin, die Sachen ihrer Kinder logisch und strukturiert aufzuräumen bzw. aufzubewahren. Warum fällt mir das so schwer? Aber Susanne urteilt nicht. Das tut gut. Jeder hat seine Stärken und Susannes sind ganz klar Organisation, Struktur und Ordnung. Das hilft mir, mich anderen Dingen zu widmen. Es macht den Kopf frei und ist regelrecht befreiend. So sollte ein Ordnungscoach arbeiten.

Und so langsam ist auch ein Ende in Sicht. Das ist auch gut so, weil in ein paar Wochen schon das Baby kommt und wie schön wäre es, wenn das Baby in ein aufgeräumtes Zuhause ziehen könnte… In der Follow Up Mail hat Susanne neben dem Erreichten diesmal auch noch die zu erwartenden Sessions eingeplant. Und es sind noch genau 3. (Papierkram/Admin, Küche/Speisekammer und Werkzeug/Schuppen). Das tut richtig gut. Das Ende ist so greifbar nah. Susanne sagte das schon mal vor ein paar Wochen, dass sie unser Haus schon aufgeräumt vor sich sieht, aber ganz ehrlich, damals lag das für mich noch in weit entfernter Zukunft und ich konnte es mir nicht mal vorstellen. Wir sind noch nicht mal einen Monat an der Arbeit und haben schon so viel erreicht. Alleine wäre das unvorstellbar gewesen.

Susanne ist echt ein toller Ordnungsoach. Sie motiviert, unterstützt, gibt wertvolle Tipps und Ratschläge und wenn sie merkt, die Motivation lässt gerade etwas nach, dann hakt sie nach und schickt eine inspirierende Mail oder What’s App mit Anreizen zum Weitermachen. Das motiviert enorm!

Tag 8: Donnerstag, 9. Juni

Heute haben wir uns DIE Kiste vom Dachboden vorgenommen. Auch hier hab ich eigentlich keine Lust, mich wirklich damit zu beschäftigen. Wie oft habe ich während unserer Aufräumarbeiten gesagt „Papierkram, Papierkram“ oder „Erinnerung. Behalten.“  Das alles wurde also in diese Kiste gestopft und jetzt wollen wir sie leeren. Auweia. Gut, dass N. auch dabei ist. Er ist da etwas schmerzfreier als ich. Schon interessant, was wir bei unserer Reise in die Vergangenheit so finden. Telefonrechnungen von 2002, Postkarten, die vor 10 Jahren mein Studentenzimmer geschmückt haben. Erst ist es mir peinlich, vor Susanne mein Privatleben auszubreiten, aber eigentlich ist es auch lustig. Und das Beste ist: wir machen diesem Chaos ja gerade ein Ende.

Susanne ist wirklich sehr höflich und respektvoll. Sie fragt jedes Mal, ob sie einen neuen Stapel anfangen darf. Man braucht wirklich ein gutes Fingerspitzengefühl für diesen Job. Und das hat sie. Ohne zu urteilen, aber dennoch direkt und immer das Ziel vor Augen. Da sieht man auch den Mehrwert eines Ordnungscoaches.

Sie lässt sich nicht durch alte Erinnerungen, Geschichten und Emotionen ablenken. Ich merke, dass ich bei vielen Gegenständen dazu neige, die Geschichte zu dem jeweiligen Erinnerungsstück erzählen zu wollen. Susanne interessiert allerdings nur eins: Bleibt’s oder kann’s weg? Klingt sehr hart, ist aber gut so. Denn das ist natürlich das Ziel des heutigen Vormittags. Die Kiste muss leer werden. Und letzten Endes geht es alles von der Zeit hab, die Susanne bei uns ist. Da bin ich eigentlich ganz froh, dass sie es gar nicht erst zulässt, dass wir uns verquatschen. Sonst wäre der Vormittag um, und die Kiste immer noch halb voll. Das wollen wir natürlich nicht. Und in der Tat, kurz vorm Mittag, ist die Kiste leer. Wow! Nun haben wir mehrere Stapel, die wir bis jetzt erst grob sortiert haben, wo wir uns nach dem Essen nochmal ans Fine-Tuning machen, so dass es tatsächlich abgeheftet werden kann. Das ist auch eine tolle Strategie, die ich von Susanne gelernt habe. Erstmal immer grob sortieren und dann später Fine-Tunen. Wenn man sich von Anfang an mit den Details befasst, kommt man nicht so richtig voran. Und die richtige Motivation ist beim Aufräumen ja wohl das allerwichtigste.

Am Nachmittag wird es dann wieder weniger spaßig. Dann müssen wir echt Dinge abheften und einsortieren. Genau damit tu ich mich immer schwer. Was macht wo Sinn? Aber auch da hat Susanne natürlich tolle Ideen und Vorschläge. Und wie immer, ist sie bestens ausgerüstet mit Locher, Klarsichthüllen und Registerkarten, die wir beschriften. So bekommen alle Unterlagen ihren Platz und verschwinden im Ordner im Schrank. Whoohoo! Was für ein Meilenstein!

Und natürlich kam kurz nach unserem Termin die neue To Do Liste. Echt toll. Je mehr wir uns dem Ziel nähern, desto motivierter bin ich. Es ist alles in greifbarer Reichweite. Nur leider stehen immer noch 3 Kisten mit der Aufschrift „To Do/Zweifel“ auf unserem Esstisch, der ja eigentlich eine freie Oberfläche haben soll. Das ist echt nervig, aber auch gut so. Ständen die Kisten im Schrank oder auf dem Dachboden, würden wir uns nie damit befassen. Und dann hat Susanne noch eine tolle Idee für unsere CD Sammlung. Ein Großteil dieser Zweifelkisten besteht nämlich aus CDs, die N. irgendwann mal digitalisieren will. Leider haben wir keinen Laptop mit CD Laufwerk zu Hause und auf der Arbeit findet er auch nicht die Zeit für sowas, zumal es auf der Dringlichkeitsskala sehr unten platziert ist L So kam in der Follow Up Mail von Susanne ein Link zu einem Ripping Service. Für 1-2 Euro pro CD kann man diesen Service einfach outsourcen. Das ist echt super. Wir hatten sie nicht mal drum gebeten. Das ist mit vielen Dingen so. Eigentlich ist das ganze Organisieren und Aufräumen nicht „Rocket Science“, man muss sich allerdings die Zeit dafür nehmen. Sonst passiert es nie oder nur halb, und bleibt dann doch wieder liegen.

Tag 9: Donnerstag, 16. Juni

Heute kommen die Küche und die Speisekammer dran. Alles, wirklich alles, muss aus den Schränken. Oh je. Schon wieder so ein Projekt: Ausräumen, kategorisieren, aussortieren, und nur die ‚guten Freunde‘ dürfen wieder zurück in den Schrank. Natürlich hat man in der Küche auch Dinge, die einem vielleicht weniger gut gefallen als ein schönes Sommerkleid im Schrank, aber man sollte sich auch hier von den Dingen trennen, die man eh nicht gerne benutzt oder gar nicht braucht.

Tag 10: Dienstag, 21. Juni

Kaum zu glauben, aber wahr. Heute ist die letzte Session mit Susanne!!!!! Und ich bin selber diesmal gar nicht dabei. Es geht um den Schuppen und die Werkzeugecke.

[Hier kann ich leider nichts zu schreiben, da N. dafür zuständig ist.]

Zusammenfassung unseres Ordnugnscoaching

Wir hätten es nie im Leben alleine geschafft, soviel Ordnung in unser Haus zu kriegen. Es gibt keinen Winkel, keine versteckte Ecke, keine Schublade, wo einem vor graut. Ich möchte gerne einige Punkte hervorheben, die für mich von besonderer Bedeutung sind und die in meinen Augen Susanne als Professional Organizer und Ordnungscoach auszeichnen.

Ziel: dass wir uns zu Hause fühlen

Während der ganzen Wochen hat Susanne immer das Ziel vor Augen gehabt, dass wir uns in unserem eigenen Zuhause wieder richtig wohl fühlen. Sie hat ganz oft nach unseren Gewohnheiten gefragt, z.B. wie bzw. wann wir wie viel einkaufen, wie wir unsere Wäsche organisieren, wie wir unseren Papierkram abarbeiten, etc. Am Anfang fühlte ich mich etwas unsicher, fast so als gäbe es da eine richtige und eine falsche Antwort. Aber nach und nach ist mir bewusst geworden, dass es darum ging, herauszufinden, wie wir „ticken“, damit wir uns in unserem neuen Zuhause auch richtig wohlfühlen. Es bringt natürlich nichts, uns einen neuen Lebensstil aufzuerlegen. Das wird nicht funktionieren. Deshalb ist jede Lösung von Susanne sehr individuell auf die jeweilige Familie zugeschnitten. Was für den einen logisch erscheint, macht für jemand anders vielleicht gar keinen Sinn. Und genau das kann Susanne richtig gut aus einem herauskitzeln. Sie fragt nach, schlägt Lösungen vor, immer mit dem Kommentar „wenn das für Euch nicht funktioniert, überlegen wir uns was anderes“. Und ich glaube genau das ist der Punkt, warum Susanne als Ordnungscoach einen echten Mehrwert bietet. Sie organisiert nicht nur irgendein Haus, sondern dein individuelles ganz persönliches Zuhause. Wo bekommt man den heutzutage noch so maßgeschneiderten Service? 😉

Respekt/Vertrauen

Ein weiterer Aspekt, den ich hervorheben möchte, ist der Respekt, den Susanne ihren Kunden gegenüber hat. Vor einem Fremden alle Schränken, Türen und Schubladen zu öffnen, in die man am liebsten selbst nie reinguckt, erfordert schon ein gewisses Vertrauen. Einigen Leuten mag es leicht fallen, aber ich musste schon ein paar Mal schlucken, bevor ich mich getraut habe einige Kisten oder Schubladen vor Susanne auszuleeren. Man gibt ja schließlich schon sehr viel von sich preis. Deswegen war es strategisch vielleicht auch ganz gut, dass wir mit tagtäglichen Dingen anfingen, wie z.B. Klamotten, insbesondere Schuhe und Jacken. Die sind im täglichen Gebrauch und für jeden sichtbar. Papierkram und Admin hingegen versteckt man ja gerne in irgendwelchen Schränken in der Hoffnung, dass da eh niemand reinguckt…

Unter dem Bett und auf den Schränken, Fensterbänken und sonstigen Oberflächen war auch alles ziemlich zugestaubt, aus dem einfachen Grund, dass man da nicht richtig sauber machen konnte. Das war mir auch sehr peinlich. Aber Susanne kommentiert dies nicht im Geringsten. Im Gegenteil, ihre Tipps erleichtern einem sogar noch das Sauber machen. Leere Oberflächen sind natürlich am einfachsten, aber auch kleine Kästchen und Körbchen eignen sich wunderbar. Kleinkram rein, Körbchen hochheben, Staub wischen, fertig. Susanne schickt sogar Links zu hübsch aussehenden und gleichzeitig auch noch praktischen Aufbewahrungsbehältern. Echt super!

Energie/Motivation/Zeit

Wie jeder wahrscheinlich weiß, der mit dem Gedanken spielt einen Professional Organizer oder Ordnungscoach um Rat zu fragen: Aufräumen kostet Energie, Motivation und Zeit. Wenn man diese 3 Dinge nicht oder nicht genügend hat, bleibt alles beim Alten und nichts ändert sich. Da es sich ja beim Aufräumen mit Susanne nicht um irgendeine einfache Art von Aufräumen handelt, sondern eher um einen richtigen Strukturwandel, brauch man am Anfang sogar noch mehr Energie und Motivation, und vor allem Zeit. Aber das Wichtigste ist: es zahlt sich aus. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass wir in so kurzer Zeit so viel schaffen können. Das ganze Haus in ein paar Wochen komplett ausgemistet und aufgeräumt.

Das hat echt meine Erwartungen übertroffen.

Und da sind wir auch schon beim Punkt Energie. Susanne steckt voller positiver Energie und das ist richtig ansteckend. Sie strahlt förmlich, wenn wir uns einer neuen Problemecke widmen, was natürlich sehr angenehm und auch lustig sein kann. Es gab einige Momente, wo ich die Hände vor lauter Verzweiflung über dem Kopf zusammenschlug und Susanne freudestrahlend rief „ Au ja! Ich hab da schon eine Idee“. Sie hat für alles eine Lösung und das ist natürlich total motivierend. Wir haben ihr oft am Ende des Tages Fotos von abgehakten To Do’s geschickt, ganz stolz, wie kleine Grundschüler, der ihrer Lehrerin die Hausaufgaben präsentieren wollen 😉 Diese ansteckende Motivation, die von ihr ausgeht ist Goldwert. Sie bleibt immer positiv und optimistisch. Und das treibt voran und letzten Endes auch zum Ziel!!!! Nach jeder Session sagte sie immer ganz freudig „Hach, das war doch gar nicht so schlimm. Es sieht am Anfang immer mehr aus als es ist.“ Und das stimmt. Wenn alles ordentlich verstaut und aufgeräumt ist, sieht es gar nicht mehr so viel aus.

Re-cycle/Re-use

Last but not least möchte ich noch eine wichtige Sache erwähnen. Ich dachte immer, bevor wir uns dem „Haus-Projekt“ widmen, müssen wir nochmal gut in Schränke, Regale, etc. investieren, damit wir auch geeignete Aufbewahrungsbehälter haben für das ganze Zeugs was halt so rumfliegt. Ich wollte sogar das Projekt aufschieben, weil ich dachte, wir können ja nichts verstauen, wenn wir keine geeigneten Regale und Schränke haben. Aber Susanne hielt mich gleich davon ab und sagte, wir gucken erstmal, was ihr so habt, was ihr überhaupt behalten wollt und dann sehen wir weiter. Wenn noch was fehlt, kann man es am Ende immer noch gezielt kaufen. Dabei dachte ich, wir hätten uns schon auf das Nötigste beschränkt. Weit gefehlt. Hier macht sich Susannes Hang zum Minimalismus bemerkbar. Ganz ehrlich gesagt war ich da gar nicht so drauf vorbereitet, aber im Laufe der Zeit bin ich auch auf den Geschmack gekommen.

Wir sind in unserem ‚neuen‘ Zuhause zwar weit vom Minimalismus entfernt, aber es fällt mir viel leichter, mich von Dingen zu trennen. Und im Vergleich zu vorher sieht es schon sehr minimalistisch aus 😉 Was mir aber wirklich super gefallen hat, ist die Wiederverwertung von bereits vorhandenen Möbelstücken bzw. Aufbewahrungsbehältern. So ist eine Truhe aus dem Wohnzimmer jetzt bei C. im Zimmer eingezogen und die Hängekörbe aus unserer alten Wohnung haben im Schuppen Verwendung gefunden. Natürlich haben wir hier und da etwas dazu gekauft, aber es war viel weniger als erwartet. Und sogar beim Einkauf hat Susanne uns entweder selbst beraten oder sogar für uns Dinge bestellt und mitgebracht, so dass wir nicht mal selber in den Laden mussten. Echt Wahnsinn. Aber am meisten freut es mich, wenn ich sehe, wie Dinge wiederverwertet werden. Das sind wie die „Überbleibsel“ aus unserem ‚alten’ Haus.

Und wenn Du jetzt auch Lust auf ein neues Zuhause in Deinem alten Zuhause hast, dann füll gleich unten das Kontaktformular aus oder sieh Dir meine Angebote an!

Kontaktiere mich für ein kostenloses Erstgespräch!

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1 Kommentar

  1. Anja

    Was für ein toller und reflektierter Bericht, so ehrlich von seinen Gedanken und Gefühlen zu berichten, war bestimmt nicht einfach!

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