Wie Du Deine aussortierten Sachen am besten loswirst.

Spenden, verkaufen oder recyceln?

Wenn Du das hier liest, hast Du vielleicht gerade Deinen ersten (oder zweiten, dritten oder x-ten) Versuch hinter Dir, endlich Ordnung in Dein Zuhause zu bringen. Oder Du hast Marie Kondo auf Netflix  gesehen und fragst Dich, wo man in Deutschland so viele Sachen loswerden würde. Hast Du einen Berg an Klamotten und anderen Sachen angehäuft, den Du schnellstmöglich aus dem Haus haben  möchtest? Wohin nun damit? Tja, da gibt es viele Möglichkeiten. Hier gibt es eine Übersicht über die besten bzw. gebräuchlichsten – verkaufen, spenden und einige mehr.

Verkaufen.  

Nicht mehr benötigte Sachen zu verkaufen, das ist wahrscheinlich eine der ersten Ideen, die viele haben, wenn es ums Loslassen (Loswerden) geht. Schließlich hat das ja mal Geld gekostet, stimmt’s? Also war es was wert, und es sollte doch jemanden geben, der es kaufen möchte, oder?

Es kommt drauf an.

Manche Sachen lassen sich ganz gut verkaufen: Teure Designerklamotten in gutem Zustand, oder wirklich wertvolle Uhren bekannter Marken.

Andere sind schwieriger an die Frau oder den Mann zu bringen: Stinknormale Möbelhaus-Möbel, „no-name“ Klamotten oder Kleidung von Massenherstellern. Nippes, Andenken und „Stehrümchen“ (Deko-Artikel). Und manchmal sogar recht wertvolle Sammlerstücke, weil die sehr speziell sind und es in dem Moment keinen Interessenten gibt.

Es ist hart, aber Deine Sachen haben oft nicht mehr den Wert, den sie beim Kauf hatten. Selbst Omas neuwertiges Markenporzellan ist inzwischen in großen Mengen auf dem Markt, und die Nachfrage eher gering. Dadurch ergibt sich ein niedriger Verkaufspreis für Dich. Das tut leider manchmal weh. Dann kann es helfen, das Prinzip der „sunk costs“ zu bedenken. Das ist ein wirtschaftlicher Terminus. Er besagt, dass die Kosten, die Dir (oder Deiner Oma, Mama, Tante) mal für den Kauf einer Sache entstanden sind, nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Auch nicht durch den Verkauf. Auf gut Deutsch: Das Geld war vor 20 Jahren schon weg, und jetzt bekommst Du es nicht mehr wieder. Durch den Versuch des Verkaufs handelst Du Dir unter Umständen eine Menge Arbeit und Stress ein.

Woher weiß ich, ob sich das Verkaufen lohnt?

Da gibt es einiges zu beachten:

  • Zustand: Ist er wirklich gut? Sauber, funktional, unbeschädigt? Würdest Du es selbst kaufen?
  • Wert: überprüfe auf den einschlägigen Verkaufsplattformen, zu welchen Preisen die Sache normalerweise verkauft wird und ob es sich lohnt.
  • Lohnt sich der Aufwand? Wenn Du nur ein paar Sachen und viel Zeit hast, versuch es. Ein bisschen Extrageld kann man ja immer gebrauchen. Wenn Du einen riesigen Berg normaler Kleidung von H&M, Zara und so weiter hast, könntest Du versuchen, sie im Paket zu verkaufen (5 Blusen in Größe M). Bedenke aber, welch großer Aufwand damit verbunden ist: Sortieren, fotogerecht drapieren, Fotos machen, Anzeige erstellen, Artikel beschreiben, Anfragen nicht immer freundlicher Interessenten beantworten, verpacken, Paketschein ausfüllen, zur Post und versenden. Wenn Du dazu keine Lust oder nicht die richtigen Artikel hast, ziehe eine Spende in Erwägung. Du tust anderen etwas Gutes, die sich vielleicht keine teure Kleidung leisten können, und es kostet Dich weniger Zeit.
  • Hast Du die nötige Geduld? In einer frisch aufgeräumten Wohnung können herumstehende Kisten oder Tüten mit Verkaufssachen nach einer Weile auch nerven. Möchtest Du schnelle Ergebnisse sehen und bist nicht auf das Geld angewiesen, denke übers Spenden nach.

Wenn Du nach diesen Überlegungen zu dem Schluss gekommen bist, dass Du Deine Sachen verkaufen möchtest, sind hier ein paar Tipps:

Kleidung

ebay
ebay kleinanzeigen
mamikreisel
kleiderkreisel
markt.de
momox.de
texcyle.de

Bücher, CDs, DVDs, PC-Spiele, Tablets, Handys

amazon.de
momox.de
buchmaxe.de
zoxs.de
rebuy.de
werzahltmehr.de

Sammlerstücke, Antikes

https://oldthing.de/ oder, für richtig wertvolle Dinge, suche nach einem Auktionshaus in Deiner Nähe.

Es gibt aber auch viele Verkaufsgruppen auf Facebook. Suche am besten mit dem Namen Deiner statt nach „Verkauf“, „Markt“, „Kaufen Tauschen Verschenken“ und so weiter.

In speziellen Second-Hand-Läden wird Designerkleidung oder Technik angekauft oder in Kommission genommen.

Für größere Mengen niedrigpreisiger Artikel wie Kleidung, Babysachen oder Bücher lohnt sich oft auch ein Flohmarkt oder, wenn Du in einer passenden Umgebung wohnst, ein Wohnungs- oder Garagenflohmarkt in Deinem eigenen Zuhause.

Wenn Du nicht selbst verkaufen möchtest, gibt es auch ebay-Verkaufsagenten, die das gegen eine Gebühr für Dich übernehmen.

Spenden.

Gut, Du hast Dich also gegen das Verkaufen entschieden. Dadurch geht es oft schneller, und Du tust, wenn Du es richtig machst, noch etwas Gutes.

Woher weiß ich, ob ich den Artikel spenden kann?

Die Dinge, die Du spenden möchtest, sollten:

  • brauchbar sein – würdest Du es benutzen, funktioniert es?
  • vollständig sein – ein Puzzle mit nur der Hälfte der Teile ist ja nicht so toll
  • sauber und ganz sein – nicht nigelnagelneu, aber keine schmutzige/zerrissene Kleidung oder durchgetretene Schuhe

Im Idealfall findest Du noch einen wirklich passenden Ort für Deine Spende: Schlafsäcke, dicke Jacken und warme Schuhe an die Obdachlosenhilfe im Winter. Babykleidung und -spielzeug könnten einem Flüchtlingsheim, Frauenhaus oder Kinderheim helfen. Erkundige Dich, was es in Deiner Gegend gibt und was benötigt wird.

In Sozialkaufhäusern werden Deine Spenden verkauft und ermöglichen so z.B. Behinderten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, oder die Einnahmen werden für wohltätige Zwecke genutzt.

Hier noch einmal die Liste für Spenden:

  • Flüchtlingsheime
  • Frauenhäuser
  • Obdachlosenhilfe
  • Kirchen
  • Sozialkaufhäuser/Fairkaufhäuser
  • Kinderheime
  • Rotes Kreuz, Caritas, Heilsarmee, Oxfam
  • Lebensmittel: Berliner Tafel oder foodsharing
  • Handys: handysfuerdieumwelt.de
  • Büchereien freuen sich (oft) über (ausgewählte) Bücher. Bitte vorher nachfragen!
  • Liste für Spenden in Berliner Bezirken: hier entlang zur BSR.

Reparieren und upcyceln.

Hast Du beim Aufräumen etwas gefunden, dass Du aus sentimentalen Gründen aufhebst, aber nicht mehr benutzt? Du willst es aber trotzdem nicht gehen lassen? Das klingt nach einem Upcycling-Projekt. Babykleidung, Hochzeitskleider, oder die allererste selbst bezahlte Jeans sind oft solche Fälle.

Dafür gibt es massenhaft Ideen im Internet: such mal nach „upcyceln [Dein Artikel], und schau Dir an, was es für Ideen gibt.

Einige Beispiele: eine Patchwork-Decke aus Babyklamotten, Kuscheltiere aus Socken, neue Kommoden mit alten Schubladen, Kunstobjekte etc.

Technische Geräte, die Du nie repariert hast, können in einem Repair Cafe wieder zum Leben erweckt werden, oder vielleicht findet sich über ebay jemand, der sie geschenkt haben möchte, um sie selbst zu reparieren.

Recyceln.

Keiner der bisherigen Vorschläge passte so richtig zu Deinem Artikel? Er ist zerrissen, fleckig, zerbrochen, kaputt, irreparabel?

Dann entsorge, recycle ihn, aber richtig! Die einfachsten Sachen sind Glas, Papier und Plastik, denn dafür sind die passenden Tonnen meist schon da. Für alle andere Sachen hat die BSR in Berlin eine sehr hilfreiche Seite. Falls Du nicht in Berlin wohnst, frag doch mal bei Deinem örtlichen Entsorger nach.

Noch mehr Ideen.

  • Kleider tauschen. Suche nach Kleidertauschpartys oder im Internet auf diesen Plattformen: tauschgnom.de und tauschticket.de
  • biete Deine Sachen auf ebay Kleinanzeigen und in Facebook-Gruppen zu verschenken an (free your stuff ist ein gutes Stichwort zum Suchen)
  • für Bücher in kleineren Mengen suche nach einem öffentlichen Bücherschrank (oft sind das zB alte Telefonzellen), oder eröffne einen eigenen! Für Berlin gibt es sogar online eine Liste.
  • weltweit einzelne Bücher loslassen und dann ihren Weg verfolgen kannst Du über bookcrossing.de.
  • in Innenstädten ist es manchmal üblich, dass Leute ihre Sachen in Kisten auf den Gehweg stellen, mit einem Zettel dran „kostenlos zum Mitnehmen“. Das kann bisweilen in belebten Gegenden super funktionieren und ist spaßig zu beobachten. Allerdings sollte man das im Auge behalten, damit die Sachen nicht am Ende als Müll herumliegen, und was nicht weggeht, sollte man selbst wieder einsammeln.

Ich hoffe, dass hier so einiges an Inspiration für Dich dabei war. Wichtig ist, dass Du vor lauter Ideen nicht in Perfektionismus verfällst und vergisst anzufangen. Wenn Du Hilfe beim Finden von Spenden brauchst, bin ich jederzeit für Dich da. Kontaktiere mich hier oder sieh Dir in Ruhe meine Angebote an. Wusstest Du, dass ich Deine Spenden auch mitnehmen kann, wenn Du keine Zeit oder kein Auto hast?

Kontaktiere mich für ein kostenloses Erstgespräch!

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